3. Recht-Symposium

Recht-Symposium zur Berufsunfähigkeits­-, Kranken- und Krankentagegeldversicherung

Die private Berufsunfähigkeitsversicherung steht aufgrund vielfältiger produktspezifischer Kernprobleme und der nur rund 25%igen Abdeckungsquote in der Bevölkerung im Fokus von Politik, Versicherungsvertrieb und Öffentlichkeit. Die Kernproblemfelder sind:

  • Antragsfragen: Fehlangaben von anzeigepflichtigen Krankheitsbildern und unbewusste
  • Falschangaben aufgrund von Fehlkodierungen durch Abrechnungsoptimierungen gesetzlicher Krankenkassen im Zusammenspiel mit niedergelassenen Ärzten
  • Versicherungsumfang: schwer verifizierbare Kernproduktmerkmale durch eine Fülle von unbestimmten Begriffen und unverbindlichen Formulierungen in den Versicherungsbedingungen
  • Leistungsantrag: nicht spezifizierte Mitwirkungs- und schwer erfüllbare Nachweispflichten für Versicherte
  • Regulierungsverhalten: Keine Transparenz in unternehmensinternen Regulierungspraktiken
Unsere Veranstaltung 2018 vertieft und erweitert Ihr Wissen zum Versicherungsrecht:

3. Recht-Symposium Berufsunfähigkeits­-, Kranken- und Krankentagegeldversicherung am 07.11.2018.

Als Referenten konnten wir erneut die Vorsitzenden Richter Herrn Dr. Sven Marlow und Herrn Udo Spuhl des Landgerichts Berlin (Versicherungskammer) gewinnen.

Ganztägiger versicherungsrechtlicher Rechtsprechungsreport mit richterlicher Kommentierung zu folgenden Themenschwerpunkten:

  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Kranken- und Krankentagegeldversicherung

Betrachtet wird die aktuelle Rechtsprechung zu Lasten/ Gunsten von Versicherten, Vermittlern und Versicherer.

Seminarbeschreibung:

Termin und Ort

07.11.2018     09:00 Uhr – 18:00 Uhr Dorint Hotel Frankfurt Oberursel  Königsteiner Str. 29 61440 Oberursel (Taunus)

Teilnahmegebühr

Pro Person und Veranstaltung
595 Euro, inkl. gesetzl. MwSt.

Aus dem Allgemeinen Teil werden die Vorvertragliche Anzeigepflicht und die arglistige Täuschung den Schwerpunkt bilden; und hier insbesondere Fragen der Arglist, Zurechnung und spontanen Offenbarungspflicht, die Gegenstand zahlreicher aktueller Urteile (z. B. OLG Karlsruhe v. 20.4.2018 als Berufsentscheidung zu LG Heidelberg „Multiple Sklerose“ und BGH v. 7.2.2018) sind. Auch hat der BGH am 13.9.2017 Grundlegendes zur Belehrung über das Widerrufsrecht und zur Rückabwicklung von Versicherungsverträgen nach neuem Recht entschieden.
In der Berufsunfähigkeitsversicherung wird es u.a. darum gehen, wann ein Anerkenntnis zu fingieren und welche Konsequenzen dies hat (OLG Celle v. 9.4.2018). Wie sieht es mit Umorganisationsmöglichkeiten aus (OLG Dresden v. 27.3.2018, OLG Frankfurt v. 21.11.2017)? Welche Anforderungen sind an eine (abstrakte) Verweistätigkeit zu stellen (BGH v. 20.12.2017)? Sind Lohn- und Preissteigerungen bei der Nachprüfung zu berücksichtigen (u.a. KG v. 10.1.2017)?
Zur Krankentagegeldversicherung werden wir aufzeigen, was bei Streitigkeiten über Arbeitsunfähigkeit und Berufsunfähigkeit zu beachten ist; z. B.: Wann ist ein Zustand auf „nicht absehbare Zeit“? Auch hat sich der BGH kürzlich mit den Fragen befasst, wie eine Karenzzeitregelung auszulegen ist und ob „Belastungserprobungen“ einem Anspruch entgegen stehen?
Daneben werden wir einen Blick auf die Datenschutzgrundverordnung und den vom BGH in mehreren grundlegenden Entscheidungen gesteckten Rahmen bei der Erhebung personenbezogener Gesundheitsdaten werfen.

Die Veranstaltung richtet sich inhaltlich gleichermaßen an Versicherungsvermittler, Versicherer und Fachanwälte (wird als Fortbildungsseminar im Versicherungsrecht gemäß § 15 FAO anerkannt).

Ein voller Erfolg: Recht-Symposien zur Berufsunfähigkeits­versicherung für Vermittler und Versicherer am 28.03.2017 und 07.11.2017 in Frankfurt am Main.

Kernzitate der beiden Referenten aus den Recht-Symposien BU:

„Wer die Bedingungen beherrscht, beherrscht den Rechtsstreit.“

„Nichts haftet so gut wie ein Makler.“

Stimmen zum 1. Recht-Symposium BU

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