Pressemitteilung

Detaillierter Erhebungsbogen zum tatsächlichen Leistungsverhalten aller Berufsunfähigkeitsversicherer – Qualitäts- und Transparenzinitiative der PremiumCircle Deutschland GmbH

Die Anbieter von Berufsunfähigkeitsversicherungen werben seit Jahren damit, dass insbesondere die Leistungspraxis individuell und kundenfreundlich sei. Die Siegelflut diverser Ratinghäuser attestiert nahezu „weltmeisterliche Vertragswerke“. Andererseits kursieren Aussagen, wonach in der Branche die durchschnittliche Leistungsdauer gezahlter Berufsunfähigkeitsrenten bei lediglich rund 2 Jahren läge.

Um diesen Dissens aufzulösen und Transparenz zu schaffen, hat die PremiumCircle Deutschland GmbH eine Qualitäts- und Transparenzinitiative zur Berufsunfähigkeitsversicherung gestartet und in diesem Rahmen einen detaillierten Erhebungsbogen mit 75 Fragen zu deren tatsächlichem Leistungsverhalten an alle relevanten Versicherer und den Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) verschickt. Die Antworten sollen bis zum 30.11.2016 vorliegen und eine faire, objektive Beurteilung ermöglichen.

Aufeinander aufbauend liegt der Focus der Fragen dabei neben der Anzahl, der durchschnittlichen Höhe und Leistungsdauer der anerkannten monatlichen Berufsunfähigkeitsrenten auch erstmalig in der differenzierten Betrachtung möglicher Eskalationsstufen innerhalb der Leistungsprüfung. Außergerichtliche Vergleiche werden dabei genauso berücksichtigt wie die einzelnen gerichtlichen Instanzen nebst Urteilen für oder gegen die Versicherten. Die Fragen beziehen sich jeweils auf die Kalenderjahre 2000 bis zum Ende des 3. Quartals 2016.

Die Transparenz ist dringend erforderlich, da die private Berufsunfähigkeitsversicherung aufgrund der nur rund 30%igen Abdeckungsquote in der Bevölkerung aktuell im Fokus von Politik, Versicherungsvertrieb und Öffentlichkeit steht.

Die Gründe hierfür sind allerdings vielschichtig:

  1. Gesundheitsprüfung: für medizinische Laien pauschale und unverständliche Antragsfragen, eine intransparente Risikoprüfung sowie falsche Gesundheitsangaben, die insbesondere aufgrund von Fehlcodierungen und Abrechnungsoptimierungen gesetzlicher Krankenkassen im Zusammenspiel mit niedergelassenen Ärzten zu Lasten der Versicherten gehen
  2. Versicherungsumfang: schwer verifizierbare Kernproduktmerkmale durch eine unüberschaubare Fülle von unbestimmten Begriffen und unverbindlichen Formulierungen in den Versicherungsbedingungen
  3. Leistungsfall: nicht spezifizierte Mitwirkungs- und teilweise unerfüllbare Nachweispflichten für Versicherte

Das Gesamtergebnis aller bei der Qualitäts- und Transparenzinitiative der PCD mitwirkenden Unternehmen wird zusammengefasst veröffentlicht.

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